Gottes rechter Augenblick

Mysterium Schöpfung

 

 

1. Einführung

 

Vermutlich kennt das jeder:

Man erzählt jemanden etwas, das man erlebt oder erfahren hat und von dem man selbst total begeistert, erstaunt, verblüfft oder anderweitig bewegt und berührt ist, in dem Glauben, dies würde dem Gegenüber auch so ergehen, wenn er davon hört. Und dann stellt man irgendwann in seiner Erzählung fest, dass die eigenen Worte bei dem Angesprochenen überhaupt nicht ankommen, und der gar nicht nachvollziehen kann, was an der Sache interessant sein soll. Selbst wenn er einfach nur still bleibt und Aufmerksamkeit heuchelt, spürt man plötzlich, dass die eigenen Worte ins Leere laufen. Der Sinn, den man selbst darin sieht, kann vom Gegenüber nicht nachvollzogen werden, und sein daraus resultierendes Desinteresse "schwängert" mehr und mehr die Atmosphäre, was als höchst unangenehm empfunden werden kann.

Es ist dann gerade so, als spräche man „ins Leere“, und das lässt uns innehalten. Es fehlt der „geistige“ Austausch, und es kommt keine Energie zurück, die die Sache

„am Leben hält“. Stattdessen spüren wir deutlich, dass das Gesagte an unserem Gegenüber vorbeirauscht - in ein Ohr rein, aus dem anderen wieder raus, wie man so schön sagt - und unsere Worte scheinbar "im Nichts" verschwinden. Es macht folglich keinen Sinn, weiter zu berichten oder das Thema sogar noch zu vertiefen, und wir brechen in so einer Situation (meist irritiert und enttäuscht) unsere Erzählung ab oder wechseln das Thema.

 

Mir ist das anfangs auch immer mal wieder passiert, wenn ich von dem erzählen wollte, was ich alles Interessantes entdeckt und herausgefunden hatte. In aller Regel war es dann so, dass das Interesse meiner Zuhörer sehr groß war und sie mehr und mehr erfahren wollten, ich selbst aber erkannte, dass ich nicht in der Lage war, die vielschichtigen Zusammenhänge so zu vermitteln, dass sie wirklich nachvollziehbar gewesen wären.

Der Grund dafür war, dass meinen jeweiligen Erkenntnissen oft extrem komplexe Verknüpfungen (und auch seltsame, unerklärliche Ereignisse) zugrunde lagen, die ich  - teilweise wegen ihrer Unglaublichkeit - nicht mit in meine Berichte einfließen lassen konnte. Jeder dieser  hintergründigen Verknüpfungspunkte hätte für sich allein wieder einer intensiven Erklärung bedurft, und  gleichzeitig, wie es für ein ganzheitliches Verständnis nötig ist, hätte ich die Zusammenhänge unmöglich vermitteln können.

 

Auch jetzt fällt es mir nicht leicht, alles in eine möglichst folgerichtige Reihenfolge zu bringen, da alles gleichwertig (und gleichzeitig) von Bedeutung und untrennbar miteinander verknüpft ist. Dennoch will ich es versuchen, denn ich denke, dass genau jetzt der rechte (bzw. richtige) Augenblick dafür gekommen ist.

 

Ein kurzer Rückblick:

Wann ich mit der Suche nach den unsichtbaren (natürlichen) Zusammenhängen des Lebens begann, kann ich gar nicht genau sagen, doch intensiviert hat sie sich vor ziemlich genau 20 Jahren, also im Jahr 2000. Damals begann (wieder mal) ein ganz neuer Lebensabschnitt für mich, der eine totale Neuorientierung erforderte. Dazu gehörte, dass ich mich zur Lehrerin für Autogenes Training und andere Entspannungstechniken für Erwachsene und Kinder ausbilden ließ, mich mehrere Semester intensiv mit psychologischen Zusammenhängen und Psychotherapie befasste, Reiki-Kurse besuchte und mich mit Kundalini, den Chakren, natürlichen Heilmethoden und vielen anderen Dingen befasste, die ich dem Oberbegriff „Spiritualität“ zuordnen möchte.

Wer mich kennt, weiß, dass meine Intention (Absicht, Plan)  nicht die war, finanziellen Nutzen für mich daraus zu ziehen, sondern die, den Sinn des Ganzen zu erfassen und herauszufinden, was es mit all dem (und vielen anderen artverwandten Dingen) auf sich hat.

Das führte, ungefähr ab 2003, vielleicht etwas später, auch dazu, dass ich die unsichtbaren Wirkwege finden wollte, auf denen u.a. die wortlose zwischenmenschliche Kommunikation stattfindet.

Zum Beispiel befasste ich mich mit der Frage, warum manche Menschen es spüren, wenn sie von hinten (oder von wo auch immer) angestarrt werden – was für mich vollkommen außer Zweifel steht, da ich es selbst sehr gut kenne und viele Male erlebt habe.

Auch interessant ist die Frage, warum man von „dicker Luft“ spricht, oder besser, diese tatsächlich spürt, wenn Menschen in der Nähe  sind, die sich z.B. ärgern, große Probleme und Sorgen haben, bedrückt, verzweifelt, angstvoll, traurig oder wütend sind, streiten, schreien oder etwas in der Art, und wie man es schafft, sich diesem Zustand – auch wenn man mittendrin  ist – zu entziehen und ruhig und gelassen zu bleiben.

 

Und nicht zuletzt wollte ich herausfinden, wie es zu Placebo- und den unerwünschten Nocebo-Effekten kommt (ohne das Placebos in Tablettenform etc. im Spiel sind).

Warum z.B. hat die Tatsache, dass, wenn ein Arzt das Krankenzimmer betritt oder sein baldiges Kommen angekündigt wird, schon einen heilenden Effekt?

Warum wirken rituelle Handlungen, Tänze, Gesänge etc., wie sie vielfach von Naturvölkern zelebriert werden?

Warum beruhigen nette Worte, warum gibt liebevoller Zuspruch Kraft und Zuversicht – und warum „wirken“ Gebete, auch dann, wenn derjenige, dem sie zugedacht sind, nichts davon weiß? (Letzeres konnte eindeutig bewiesen werden.)

 

Die Welt ist angefüllt mit hochinteressanten Dingen, die es wert sind, erforscht zu werden.

Ich las hunderte interessanter Fachbücher, sah mir Dokumentationen zu „meinen“ Themen an, recherchierte im Internet und fuhr zwischendurch immer wieder weit in die Natur hinaus, um darin mit meinem kleinen Hund (sowie mit echter Liebe und Begeisterung zur Natur) ganz ungestört stundenlang spazieren zu gehen und mich mit ihr auszutauschen.

Immer hatte ich auch meinen Fotoapparat dabei, fotografierte viele Dinge, die meine Aufmerksamkeit auf sich zogen und sah mir später, ganz entspannt und ruhig, bei einer Tasse Kaffee, alles noch einmal am Computer an. Oft entdeckte ich dann Dinge, die mir zuvor gar nicht aufgefallen waren, und ich freute mich darüber, dass das Fotografieren die wunderbare Möglichkeit bot (und bietet), die sich in jedem Moment verändernden Zustände in der Natur „festzuhalten“ und sie sich als „Standbild“ noch einmal - oder so oft man will-  genauer anzusehen.

Mehr noch, dank der Erfindung des Computers ist es ja sogar möglich, sich Ausschnitte sofort (wenn die Eindrücke und direkten Verknüpfungen, die in der Natur entstanden, noch ganz frisch sind) zu vergrößern und auch darin dann wieder Dinge zu entdecken, die zuvor verborgen waren.

Damit war mein Weg vorgegeben.

 

Um die unsichtbaren Geheimnisse des Lichts zu entdecken, war bzw. ist es erforderlich, den Weg zu finden, auf dem man immer tiefer ins Licht hineingehen kann. Mein Ziel war es, diesen Weg zu finden und zu gehen, und in diesem Kontext fiel mir immer wieder etwas ein, das in der Bibel steht:

„Ich bin das Licht! Folgt mir nach!“

 

Die Zeit rast

 

Mein Interesse daran, die Wahrheit über die Zusammenhänge des Lebens zu finden, ebbte zu keinem Zeitpunkt ab. Ganz im Gegenteil: Alles, was ich herausfand, trieb mich mit großer Begeisterung weiter und weiter. Gerade so, wie bei diversen alten Kulturen (z.B. den Maya) immer größer werdend, Pyramide über Pyramide errichtet wurde, baute sich bei mir eine Erkenntnis auf der anderen auf (oder ging aus ihr hervor), und alles reihte sich wie einzelne Perlen zu einer langen Kette aneinander.

 

Jahr um Jahr verging, und um mich herum veränderte sich die Welt.

Es setzte sich ein Prozess in Gang, der noch immer, schneller und schneller werdend, voranschreitet. Alte Strukturen zerfallen, und unser "Zeitgefüge" ist vollkommen durcheinander geraten; die Zeitzyklen, von den großen, bis zu den kleinsten, mit denen wir Zeit einteilen (Jahre, Monate, Wochen, Stunden, Minuten, Sekunden etc.) scheinen geschrumpft zu sein. Die Zeit vergeht immer schneller, und „es passt nichts mehr in sie hinein“.

„Früher“, vor 30, 40  und mehr Jahren, war Zeit „groß“, und ein freier Tag konnte genutzt werden, um nahezu alles zuvor Liegengebliebene zu erledigen und sich zusätzlich auch noch zu entspannen. Das ist heute unmöglich geworden:

Ein Tag ist „nichts“ mehr, er vergeht wie im Flug, und man kann nur wenig erledigen.

 

Blicken Erwachsenen, deren Zeit ja auch bereits vorangeschritten ist, auf ihre Kindheit zurück, erkennen sie, dass die Dinge, die sie im Kindesalter als groß oder sogar riesig und wichtig empfanden, nun ganz klein geworden sind. Was hinter uns liegt (was also mal da war, nach und nach aber wieder verschwindet)  bewegt sich von uns weg, wird klein und unbedeutend und löst sich irgendwann ganz auf.

Dies erleben wir nun mit unserer (also der ganzen Menschheit) Zeit, genauso, wie mit uns selbst. Es ist ein fraktales Geschehen, das überall in der Schöpfung Gültigkeit hat, und je nach Länge des jeweiligen Lebens-Zyklus früher oder später geschieht.

 

Wenn sich ein Zyklus vollendet, bedeutet das stets, dass ein neuer beginnt - also "geboren" wird.

Vor 20 Jahren löste ich mich ganz bewusst von den alten Strukturen, die mich damals total einengten und vollkommen gefangen nahmen (Ehe, Haus etc.), und die unglaubliche Reise, die mich hierher führte, begann.

Aus heutiger Sicht scheint es so gewesen zu sein, dass ich schon in der Kinderzeit, in der ich mir über Jahre hinweg sehnsüchtig ein Mikroskop wünschte (das ich aber nie bekam) unbewusst auf eine viel größere Entdeckung wartete:

Nämlich auf die Erfindung der digitalen Fotografie, die des Computers und besonders auf die Vernetzung des menschlichen Wissens, das World Wide Web (www), in dem durch Verknüpfungen (Hyperlinks) zusammengehörende Themen und interne Verweise  miteinander verlinkt sind. Was für eine unglaublich tolle Sache, in jedem Moment und quasi ohne Zeitverzögerung auf „das Wissen der Welt“ zugreifen und seinen eigenen Wissensschatz (und sein „Weltbewusstsein“) dadurch erweitern zu können.

 

Nachfolgend werde ich einige Zusammenfassungen veröffentlichen, die für viele Leser vermutlich ganz neu sind, die aber ausnahmslos alle sehr wichtig sind, um die großen Zusammenhänge des Lebens ganzheitlich nachvollziehen zu können. Es sind Auszüge aus der Essenz dessen, was ich insbesondere in den letzten 20 Jahren herausgefunden habe, wobei es aber unmöglich ist, alles zusammenzufassen.

Wie bereits erwähnt, habe ich beispielsweise unzählige Fach- und Sachbücher gelesen: Über alte Hochkulturen, Geschichte, Götter, indigene Völker, Mathematik, Physik, Astronomie, Psychologie, Medizin, Kunst, Architektur, Meditation, Selbsterkenntnis, Religionen, Stoffe, Muster, Symbole, „Geheimbünde, Sprichwörter, Märchen, Mythen, Legenden und, und, und…

 

Ich bin keine Wissenschaftlerin, darum habe ich mich den „Rätseln des Lebens“ auf ganz unwissenschaftliche Weise, aber so ganzheitlich wie möglich (und nötig) genähert:

Offen, so neutral wie nur möglich, gelassen, ohne Vorurteile, und darauf gefasst, auf Dinge zu stoßen, die vollkommen unbekannt und unglaublich sind, und die das bisherige Wissen nahezu vollständig auf den Kopf stellen.

 

Ein sehr wichtiger Leitspruch waren für mich die von Hermes Trismegistos

(die Götter Thot und Hermes in einer Person) überlieferten Worte:

„Wie oben, so unten“, „Wie im Großen, so um Kleinen“.

 

Seine Worte geben einen deutlichen Hinweis darauf, dass sich alles Gegensätzliche in seinem jeweiligen Gegenüber spiegelt und stets (nur) beide Seiten zusammen ein Ganzes ergeben.

Ich werde mehrfach darauf zurückkommen, da es von entscheidender Bedeutung ist.

 

Es geht mir mit der Veröffentlichung nicht darum, andere Menschen von meinen Erkenntnissen zu überzeugen oder alles als eindeutig und absolut wahr zu bezeichnen. Wie könnte ich das?

Was jetzt „wahr“ zu sein scheint, hat sich im nächsten Moment schon vollkommen verändert.

Nichts geschieht zufällig, und alles entsteht allein durch unsere Entscheidungen.

 

Viel Freude beim Lesen.

 

Mit besten Wünschen,

Annette Andersen