1966 (1967, etc.)

Stille Nacht, die Aula und „Schweben“

 

Ich schreibe dies kurz vor Weihnachten, am frühen Morgen des 12.12.2023…

Im Radio spielen sie ein Weihnachtslied nach dem anderen, und mir gehen viele Dinge durch den Kopf, über die ich schon lange nicht mehr nachgedacht habe…

Vor vielen Jahren, auch in der Adventszeit, kurz vor Weihnachten, schritt ich als „Maria“, mit einer, für diesen Anlass geliehenen, alten Fransentischdecke meiner Tante Ella um den Kopf geschlungen und „Joseph“ dicht an meiner Seite, durch die weihnachtlich beleuchtete Aula unserer alten Dorfschule. Leise klingelten Glöckchen, und die vielen Besucher (Eltern) hatten uns einen schmalen Gang freigelassen, damit wir zu den zwei Hockern gelangen konnten, die am hinteren Ende unter einer Gaube stehend eine „Hütte“ darstellten.  Hier wurde „Jesus“ geboren und als ich sang: „Joseph, lieber Joseph mein, hilf mir wiegen mein Kindelein…“, gesellten sich einige Hirten und die Heiligen drei Könige zu uns… Alle gemeinsam sangen „Stille Nacht, Heilige Nacht…"

Eine sehr schöne Erinnerung - von der es leider (nach meinem Wissen) keine Fotos gibt.

 

Bild links:

Die Schule im Jahr 2006

 

 

Bild links:

Die Schule/Eingangsseite,

am 23.09.2011

 

(Die Aula befand sich unter dem Dach)

Vermutlich fällt mir das deshalb gerade heute wieder ein, weil ich zuvor einige Dokumentationen über den Weltraum und diverse ungeklärte Phänomene, unter anderen über Pyramiden, die Steinskulpturen (Moai, Durchschnittsgwicht etwa 12,5, Tonnen) der Osterinsel etc. angesehen habe. Letztere, so heißt es in alten Überlieferungen, sollen zu ihren Standorten gegangen oder „geschwebt“ sein.

 

Als Kind – während der Jahre in unserer Dorfschule – machte ich Erfahrungen mit einem besonderen „Schwebezustand“. Ich sprach nie darüber und dachte, dass nur ich weiß, dass er existiert und wie man ihn erreichen kann. Doch das stellte sich als Irrtum heraus. Viele Jahre später – etwa 2010 – wollte ich erstmals davon berichten, doch ich ließ meiner Besucherin den Vortritt damit, mir von ihren ungewöhnlichen Erfahrungen zu berichten, die sie als Schülerin in unserer alten Dorfschule gemacht hatte. Prompt berichtete sie davon, dass sie manchmal - wenn sie die Treppe hinunterlief – für kurze Zeit einen „Schwebezustand“ erreichen konnte. Das lässt mich vermuten, dass es auch anderen Kindern ebenso ging. Vielleicht haben sie es ihren Eltern erzählt und ihnen wurde nicht geglaubt, oder sie schwiegen – wie ich.

 

Ich kam vor Jahren, etwa seit 2005, wieder darauf, besonders im Zusammenhang mit den vielen Spiralen (Petroglyphen), die weltweit zu finden sind, und dessen Bedeutung ungeklärt ist; möglicherweise gibt es da einen Zusammenhang…

In der Schule (heute im Privatbesitz) führt(e) eine spiralförmige Treppe vom Keller bis hoch in die Aula, die sich unter dem Dach befand bzw. von oben nach unten, von der Aula bis in den Keller.

Da sich der Eingangsbereich im Erdgeschoss befand, benutzten wir Kinder das untere Ende der Treppe (bzw. die letzte „Windung“) nicht.

Ich habe – und das viele Male – die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich mit möglichst großer Geschwindigkeit von der Aula bis runter zum Erdgeschoss lief, auf den unteren Stufen „eine Art Schwebezustand“ einsetzte, der dann für einige Laufschritte bestehen blieb. Ich lief gewissermaßen „in der Luft“ noch einige Schritte weiter, ohne den Boden zu berühren. Es machte viel Spaß und war ein sehr angenehmes „Schwebegefühl“.

 

Daraus schließe ich, dass „Geschwindigkeit und Drehung“ (wenn sie abwärtsgerichtet ist und eine bestimmte Anzahl Windungen hat) – vermutlich im Zusammenhang mit weiteren Bedingungen, die ich nicht kenne - einen Schwebezustand hervorrufen kann.

 

Zudem ist für mich durchaus denkbar, dass sich der Effekt noch verstärkt und/oder verlängert hätte, wenn die letzte Treppe (und Drehung/Windung) auch noch zum Laufen zur Verfügung gestanden hätte.

 

Mänder oder "Der laufende Hund"

 

Der Verlauf der Treppe entspricht einem seit der Jungsteinzeit verwendeten Muster, das als Määnder (auch als Flussschlinge) bekannt ist und auch "Laufender Hund" genannt wird.

 

Ein Mäander ist eine Flussschlinge, die durch Verlagerung des Stromstrichs, d.h. der Linie mit der höchsten Strömungsgeschwindigkeit, entsteht.

Quelle: Universität Köln

 

Zur Bedeutung des Symbols:

In der griechischen Antike steht dieses Ornament für die Erlangung der Ewigkeit als Dauer in der Zeit durch Reproduktion. Ein alterndes Wesen setzt ein junges an seine Stelle und erlangt so Unsterblichkeit.

 

Bild links:

Hier habe ich den Verlauf der Treppe in etwa eingezeichnet.

 

Der Pfeil zeigt auf den "Anfang", ganz oben (in der Nähe der Aula). Die waagerechten Seiten (oben und unten) sind jeweils Absätze, die senkrechten sind Treppen.

Am "Ende" setzte der "Schwebezustand" ein.

 

Der letzte Absatz und die Treppe in den Keller fehlen hier.

 

Oben, von links: Ein Kettenanhänger mit Mäandermuster

                           Die Windungen im unteren Anhängerteil

                           Der Treppenverlauf (in der Mitte)

                           Schnecke

                           Spirale, den Windungen entsprechend (ohne Ecken)