2007

„Herr Hase“, Heliopolis, und die „Sonne in der Nacht“

Hier eingefügt am 28.01.2024

 

Es war ein ungemütlicher Tag. Seit dem frühen Morgen hatte es schon geregnet, und nun, am späten Abend, nieselte es immer noch vor sich hin. Meinem kleinen Jonas machte das nicht viel aus, er trabte ganz lieb bei „Wind und Wetter“ mit mir los. Für den heutigen Tag – im März 2007 – war es die letzte Gassi-Runde des Tages, also „Augen zu und durch“, wie man sagt. Mir war irgendwann aufgefallen, dass wir tatsächlich bevorzugt „Runden“ liefen; ganz egal wo wir starteten; in aller Regel umkreisten wir, zeit- oder wetterabhängig mehr oder weniger weit ausgedehnt, unseren Ausgangspunkt. So auch an diesem späten Abend.

Es mag so gegen 22.00 Uhr gewesen sein, es war kalt, dunkel, und durch den feinen Nieselregen konnte man nicht weit sehen. Dennoch zog es uns noch weiter in die Dunkelheit, am Park entlang, an dem nur hin und wieder eine Straßenlaterne steht. Jonas schnüffelte interessiert den schmalen Rasenstreifen neben der Straße ab, wo diverse Hunde und andere Tiere – hin und wieder liefen hier auch Eichhörnchen entlang - zuvor ihre Duftspuren zurückgelassen hatten. Bald hatten wir die Eingangstür des ehemaligen Kuhstalles erreicht, der einst das Zuhause der Kühe war, mit denen ich als Kind, begleitet von einer leuchtenden Kugel über mir, die mich an die glühende Sonne, in der Größe eines Medizinballes, erinnert hatte, durch die Feldmark gelaufen war…

 

Mir kam die kleine Sonne aus Holz in den Sinn, die ich wenige Tage zuvor, ganz in der Nähe des Friedhofs – westlich des Kuhstalls – gefunden hatte. Auch in der Dunkelheit, und auch beim letzten Rundgang mit Jonas; nur hatte an diesem Tag unsere Runde Richtung Westen begonnen.

 

 

Rechts:

Das Foto zeigt die Hecke vor dem unteren Bereich des Friedhofs.

Die Sonne fand ich im oberen Bereich, der hier nicht zu sehen ist.

 

Foto © Annette Andersen, 07.10.2007

Rechts:

Blick nach Westen aus dem Dachfenster.

Hier ist ein Teilbereich des nahen Friedhofs zu sehen.

 

Foto © Annette Andersen, 2007

 

Wie „ferngesteuert“ war ich auf den hellen Fleck im nassen Gras vor der Friedhofshecke zugegangen – genau „wissend“, dass der Gegenstand, der dort lag, für mich war.

Nicht einmal als ich es bereits in der Hand hatte, konnte ich erkennen, was es war, so dunkel war es, dennoch wusste ich, dass ich es mitnehmen soll und hatte es in meine Jackentasche gesteckt.

Erst später, wieder zuhause, sah ich, dass es eine kleine gelbe Sonne aus Holz war. Weil sie durch ihre helle Farbe – fast wie ein kleines Licht - in der Dunkelheit auf sich aufmerksam gemacht hatte (so empfand ich es), nannte ich sie meine kleine „Sonne in der Nacht“.

Ich malte ihr ein nettes Gesicht und legte sie dann zu den Münzen und anderen seltsamen Fundstücken, die ich bis dahin, ebenfalls „einer höheren Eingebung“ folgend, bereits „gesammelt“ hatte.

In mir war die Gewissheit, dass es (auch) mit dieser Sonne eine besondere Bedeutung hat, nur konnte ich mir zuerst einmal nicht vorstellen, welche das sein könnte bzw. welche „Symbolik“ damit verknüpft sein könnte.

Noch nicht…

 

Herr Hase

 

An diesem Abend ließen Jonas und ich den Friedhof hinter uns und gingen Richtung Osten. (Eigentlich geht ja hier die Sonne auf, aber die hatte ich ja bereits im Westen gefunden…)

Dieser Weg führte uns auch zu der Scheune, in dem sich einst der Kuhstall befand. Nur wenige Meter von der alten Eingangstür entfernt, befand sich eine kleine Rasenfläche, die ich in der Dunkelheit kaum erkennen konnte. Dennoch war mir, als sollte ich genauer hinsehen – und tatsächlich leuchtete mir aus dem fast schwarzen „Einheitsbrei“ (das Licht der Straßenlaterne reichte nicht hierher, und alles lief in der Dunkelheit zu einer einzigen dunklen Fläche zusammen) ein heller Fleck entgegen, der mich wie magisch anzog. Ich hatte keine Ahnung was es war, doch auch hier „wusste“ ich, dass ich es aufheben und mitnehmen soll. Was immer es war, es lag für mich da.

Ich hob den Gegenstand auf und erkannte anhand des Formats, dass es sich offenbar um eine Spielkarte handelt. Was sich darauf befand, konnte ich in der Dunkelheit nicht einmal annähernd erkennen, zudem war die Karte nass und verschmutzt. Ich zog ein sauberes Taschentuch aus der Tasche, wickelte es darum und steckte die Karte ein. Jonas und ich setzten daraufhin unsere Runde fort, und ich erinnere mich gut, sehr gespannt darauf gewesen zu sein was ich auf der Karte vorfinden würde.

Erst später, nachdem ich alles erledigt hatte, was zu tun war, sah ich sie mir genauer an. Das Taschentuch, das ich darum gewickelt hatte, hatte inzwischen die Feuchtigkeit aufgesogen, und auch der Schmutz befand sich nun hauptsächlich im Tuch.

Ich erkannte auf der Karte einen Hasen, in der Art, wie „Osterhasen“ eher in und auch schon lange vor meiner Kindheit dargestellt wurden. Das heißt, dass mir sowohl die Karte, wie auch der abgebildete Hase sofort recht „antik“ vorkamen und ich beides spontan in die weit zurückliegende Vergangenheit verortete, in eine längst vergangene Zeit…

 

„Herr Hase“ steht auf der Karte (die, wie ich recherchierte, zu einem Schwarzer - Peter –Spiel der Firma Altenburg/ASS, gegründet 1765, gehört), und links über dem Kopf des Hasen steht in einer Raute die Zahl „15“. Zudem raucht „Herr Hase“ eine Pfeife, und eine Qualmwolke entweicht seinem Mund, die in den Himmel aufsteigt…

 

 

Foto © Annette Andersen, 2007

 

Bild links:

"Herr Hase" und die "Sonne in der Nacht"

 

Foto © Annette Andersen, 2007

"Herr Hase" gefiel mir, und da Ostern kurz bevorstand, verschönerte ich ihn ein wenig, frischte seine Farben auf, fügte die "Sonne der Nacht" hinzu, dazu ein paar Blumen und ein Osterei und verschickte die so „vereinte Symbolik“ zu Ostern 2007 (08. und 09.April 2007) als Ostergruß…

 

 

Foto © Annette Andersen, 2007

...........................................

 

Erwähnen muss ich an dieser Stelle, dass ich – insbesondere (wieder) ab etwa 2001 täglich viel las, recherchierte, Dokumentationen ansah und mich u.a. insbesondere mit den Mythen, Legenden, Geschichten, Märchen, Überlieferungen etc. alter Hochkulturen befasste. Ich interessierte (und interessiere) mich für viele zusammengehörende Dinge gleichzeitig (ganzheitlich) und es drängte mich danach, den „großen Fragen des Lebens“ auf den Grund zu gehen. Dazu gehört natürlich auch, all das „Überlieferte“ mit den modernen Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung – und den aktuellen Gegebenheiten in der Welt, soweit bekannt und nachvollziehbar - abzugleichen.

 

Eine Pause gab es nie, denn da alles mit allem verknüpft ist, gehen die Themen nahtlos ineinander über bzw. bestehen gleichzeitig, so dass man den Sinn einer Sache in aller Regel nur dann einigermaßen erfassen kann, wenn man so ganzheitlich wie möglich hinsieht.

So ist es auch mit der „Hasenkarte“ und der „Sonne in der Nacht“.

 

Alles hat seine Zeit, und beide Fundstücke, sowie die Umstände des Findens, waren im Jahr 2007 so eng mit der Thematik, mit der ich mich zu der Zeit gerade explizit befasste, verknüpft, dass es mich (wie viele Male im Lauf der Jahre) geradezu sprachlos machte. Das sind natürlich Dinge, die sich zwar erwähnen, aber nicht vermitteln lassen...

 

...........................................

 

Ich fasse kurz die wichtigsten Punkte (Symbole) zusammen,

die mit der Karte zusammenhängen bzw. die ich damit verknüpft habe:

 

1.

Abend/Dunkelheit/die Zeit des Mondes:

„Etwas liegt im Dunkeln.“  (die Karte)

In Richtung Osten, dort, wo die Sonne (das Licht) aufgeht.  

 

2.

Es ist eine „alte Karte“, mit alten Bildern = Hinweis auf die Vergangenheit

Alles ist verwaschen, nass, dreckig = Es ist noch unklar/undeutlich,

was das bedeutet.

 

3.

Zu sehen ist ein Hase, der (was bei Hasen sonst nicht üblich ist) eine Jacke und ein Halstuch trägt und zudem eine Pfeife raucht…

Es ist ein Hinweis auf einen besonderen Hasen, hier genannt: „Herr Hase“.

Herr Hase gibt einen Hinweis auf die Zahl 8,

denn die beiden Worte bestehen aus acht (8) Buchstaben

 

4.

Herr Hase zieht an seiner Pfeife und lässt eine Rauchwolke in den Himmel aufsteigen.

Hinweis auf eine Wolke in/aus der Luft.

 

5.

Oberhalb des Kopfes ist eine Raute zu sehen, in dessen Mitte die Zahl „15“ steht.  

Beides hat eine besondere Bedeutung, die mit den anderen Symbolen in Zusammenhang steht.

 

6.

Herr Hase und die Sonne zusammen auf einer Karte: Vereinigung der Gegensätze

(Fundorte: Ost und West)

 

7.

Ostern:

Das Fest der Wiedergeburt/Auferstehung – und genau darauf weisen die Hasenkarte und die Sonne ebenfalls hin.

 

Die Verknüpfungen

 

Alles ist höchst interessant, aber da viele Dinge hineinspielen, die ich hier wegen des riesigen Umfanges nicht explizit erklären kann, fasse ich die Dinge so kurz wie möglich zusammen:

 

Die unglaublichen Zusammenhänge offenbaren sich durch die Hinzuziehung der Überlieferungen und Schöpfungsmythen des Alten Ägypten, worauf ich schon mehrfach auf andere Weise hingewiesen wurde (untrennbar damit verbunden sind aber auch die Überlieferungen und Botschaften anderer Kulturen).

 

Zusammenhänge:

 

"Die ägyptische Mythologie ist untrennbar mit der

altägyptischen Astronomie sowie der altägyptischen Religion

als Einheit verbunden."

Quelle: Wikipedia/Ägyptische Mythologie

Auf die Altägyptische Astronomie komme ich zu einem späteren

Zeitpunkt zu sprechen: Auch hierzu gibt es unglaubliche Verbindungen.

 

Im Alten Ägypten nannte man die ägyptischen Regierungsbezirke, in die das Land eingeteilt war, „Gaue“, und

der 15. Gau (die Zahl auf der Karte) war der „Hasengau“ (ägypt. Wenet).

Der oberste Gaufürst des 15. Gaues (gewissermaßen der Herr des Gaues), also „Herr Hase“,  war der „Gott Thot“ (der mit dem griechischen Gott Hermes gleichgesetzt wurde).

 

Der Hinweis auf die Zahl 8 (Acht):

Die Hauptstadt des Hasengaues war Hermopolis Magna.

Hier hat die Überlieferung der (Götterlehre der) „Achtheit von Hermopolis“ ihren Ursprung.

Sie repräsentiert die Kosmogenie vor der Entstehung der Welt.

Vier Götterpaare (8 Götter) beschreiben den kosmischen Zustand vor der weltlichen Schöpfung.

 

Thot ist gewissermaßen auch "der Herr und das Licht der Nacht":

Von ihm heißt es, er sei der Mond selbst.

 

Die Wolke 

 

Mehrfach begegnete mir später (ab 2010) „eine riesige Wolke, die „vom Himmel kam“, u.a. in Gestalt eines Hasen.

 

Oben:

Die beiden Fotos (das rechte zeigt das mittlere Bild etwas näher) entstanden am 06.11.2010 (ungefähr 22.00 Uhr). Man muss sich mit den Bildern vertraut machen - und evtl. (am PC) mit Abstand betrachten bzw. die richtige Entfernung finden.

 

Das linke Bild zeigt einen wirklich riesigen (vielleicht zusätzlich noch einen kleinen) Hasen - über einem der Bäume unterhalb des Friedhofs, den ich (im Display meines Fotoapparates) von oben kommen sah.

Das rechte Foto entstand nur etwa 10 Minuten später. Es zeigt einen ebenfalls sehr großen Hasen in einer Wiese, hinter dem Zaun, vielleicht noch einen zweiten - noch viel größeren - dessen Kopf nicht mit aufs Bild passte.

 

Die Sonne

 

Die Sonne symbolisiert im Alten Ägypten den Schöpfergott Re selbst.

Es heißt, er sei die Sonne selbst. Im Ägyptischen bedeutet "Re" Sonne.

Und Re war mit Heliopolis eng verknüpft. Es war gewissermaßen "seine" Stadt.

Heliopolis wird als „Stadt der Sonne“ bzw. Sonnenstadt bezeichnet (in der Bibel heißt sie „On“).

Hier hat die „Neunheit von Heliopolis“ ihren Ursprung, die mit der weltlichen Herrschaft in Zusammenhang stehen.  

In Heliopolis, so heißt es, ist der Urhügel aus dem Urgewässer hervorgegangen – und hier nahm somit die „materielle Schöpfung“ ihren Anfang.  

Mit diesem Ort ist zudem der Mythos des Benu-Vogels (Erscheinungsform Reiher und Falke) verknüpft, den wir als „Phönix“ kennen. Hierher – in dem Tempel des Sonnengottes – kehrt er zyklisch zurück, um in der Glut der Morgenröte zu verbrennen und verjüngt daraus wieder aufzuerstehen.

 

Ohne „Achtheit“ (der Zustand vor der Weltlichen Herrschaft) keine Neunheit (der Zustand, aus dem die weltliche Schöpfung hervorgeht) …

 

Es ist somit (so wie ich es verstehe) zwingend erforderlich, „Herrn Hase“

(also Thot, "den Mond"/die Nacht/die Dunkelheit, den Zustand vor der weltlichen Schöpfung)

unddie Sonne

(Re, die Sonne, Heliopolis, das Licht, den Tag)

zu vereinen, damit es zu einer Wiedergeburt/Auferstehung/Erneuerung kommt.

 

Eine Erscheinungsform von Thot ist der Reiher (Ibis) – eine Erscheinungsform des Benu-Vogels (Phönix) ebenfalls…

 

Aus den Zusammenhängen lässt sich ableiten, dass die Wiederkehr Thots

mit „Wiedergeburt/Auferstehung/Erneuerung“ in Zusammenhang steht.

 

 

Die Raute und die Zahl "40"

 

Die Raute symbolisiert „das Auge Gottes“ – und das Zentrum jeder Schöpfung

(das Zentrum, aus dem jede neue Schöpfung hervorgeht, worauf u.a. die Maya, im Zusammenhang mit der Canamayte-Raute, deutlich hinweisen).

 

Mit der „Schöpfungsraute“ steht u.a. "die Zahl 40“ in Zusammenhang,

die vielfach in der Bibel erwähnt wird.

 

„Die 40“ (ob nun Tage, Wochen, Jahre etc.) wird als Zeit des Wartens beschrieben,

als Zeit des Überganges, des Vorbereitens, oder auch als Zeit der Bewährung und Besinnung, innerhalb derer sich „das Neue“ entwickelt.

Medizinisch gesehen dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen...

 

Das ist kein Mythos und keine Metapher, sondern beschreibt einen realen Zustand, der mit all dem zuvor Genannten (Wiedergeburt/Neuschöpfung/Erneuerung) in engem Zusammenhang steht. Es muss also wörtlich genommen werden - was die "Bildern des Lichts" deutlich zeigen.

 

Mehr dazu - in Kürze - auf einer Extraseite.