03.01.2009

 

Der Delfin und die Botschaft des Meeres

 

Kleiner Hinweis:

Die aktuelle Schreibweise für Delphin ist Delfin.

 

Es war Samstag, ein heller klarer und kalter Tag, und obwohl ich noch einkaufen wollte, konnte ich mich nicht von dem kleinen Buch lösen, in das ich eigentlich nur einen kurzen Blick hatte werfen wollen. Doch die kleine Geschichte, in recht großen Buchstaben geschrieben, hielt mich sofort gefangen, und ich wollte sie unbedingt bis zum Ende durchlesen:

Die Geschichte „Der träumende Delphin“

(Eine magische Reise zu dir selbst) von Sergio Bambaren.

Mir war, als würde ich mit dem kleinen Delphin zusammen ins Meer hinausschwimmen, um mit ihm gemeinsam den Sinn des Lebens zu finden (längst wissend, dass man den schwierigen Weg zu sich selbst nur allein gehen und finden kann).

 

„Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig, als seinen eigenen Weg zu gehen“ […], sagt das Meer (in der Geschichte),

„eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen eintreten muss.“

Und an anderer Stelle:

„Folge deinem Instinkt wie einem Pfad der Weisheit,

und lass Hoffnung deine Ängste vertreiben.

Du bist auf dem richtigen Weg“.

 

Ich las weiter und blieb gewissermaßen bei ihm, und so erlebte ich seinen größten Traum – auf der perfekten Welle zu reiten – (so empfand ich es) mit ihm zusammen. Ein wunderbares Erlebnis – und ein besonderer, beglückender und „leuchtender“ Wegweiser für mich selbst, bei meiner Suche nach dem Sinn des Lebens…

 

Eine kleine Weile ließ ich „sacken, was ich gerade gelesen und erfahren hatte, ließ es in mir nachwirken und eilte gedankenvoll hinaus in den Schnee, meinem Auto zu, das - weiß umhüllt – an der Straße auf mich wartete…

Schon von weitem fiel mir etwas Blaues auf, das direkt unterhalb der Fahrertür im Schnee lag – und bei Näherkommen glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können: Dort lag ein kleiner Delfin aus blauen Plastikmaterial…

Ich nahm ihn in meine Hände, und er war eiskalt. Offenbar war er voller Wasser, das aber hart gefroren war. Vorsichtig, gerade so als könne er sich in Luft auflösen, legte ich den kleinen Delfin vorsichtig ab. So, dass ich ihn die ganze Zeit betrachten und über ihn staunen konnte. Gerade noch hatte ich mit einem kleinen Delfin das weite Meer (gedanklich) duchschwommen, nun begleitete mich ganz unverhofft ein kleiner Delfin auf meiner Reise (Fahrt)... Ich konnte es nicht fassen.

Als ich zurückkam, nahm ich ihn wieder hoch, und Tropfen für Tropfen lief – wie Tränen - aus ihm heraus über meine Hände…

Ich war, im wahrsten Sinn des Wortes, zutiefst berührt.

Mir war, als spräche das Meer nun zu mir…

 

"Die Menschen haben vergessen, wie wunderbar, schützenswert und heilig die Natur ist: Wale und Delfine werden nicht mehr - ihrer göttlichen Natur entsprechend - verehrt, sondern massenweise gejagt und getötet – und das Meer ist durchseucht von Plastik, an denen die Meerestiere elend sterben…"

 

Und ich dachte an die Worte, die das Meer im Buch zum kleinen Delfin gesagt hatte, und die nun maßgeblich dazu beitragen, dass sie nun an dieser Stelle stehen:

 

„Einige Dinge werden immer stärker sein als Zeit und Raum,

wichtiger als Sprache und Lebensart.

[…]

Mit anderen das wunderbare Geheimnis zu teilen,

das du entdeckt hast“, sagt das Meer.

 

 

Bild links:

 

Das Foto zeigt das Buch, sowie den Original-Delfin,

den ich nach dem Lesen (am 03.01.2009) im Schnee fand.

 

 

 

 

 

Delfine und Wale

 

Delfine und Wale sind zweifelfrei wunderschöne, geheimnisvolle, mythische und liebenswerte Wunderwesen der Meere… In der Antike galten sie als heilige Tiere, die das Leben selbst und die Geburt des Lebens symbolisierten. Für die Griechen war der Delfin sowohl das Symbol für Geburt und Auferstehung, wie auch das Sinnbild für die Verschmelzung der Gegensätze. Viele alte Legenden berichten von besonderen Freundschaften zwischen Delfinen und Menschen, und auch in der heutigen Zeit streben beide - geradezu magnetisch voneinander angezogen - zueinander, sowohl Menschen zu den Delfinen, wie auch Delfine zu den Menschen, und die für beide besondere, beglückende, wohltuende Zuneigung und Liebe zueinander wird vielfach (wieder) zu besonderen Heil- und Therpiezwecken (z.B. für autistische Kinder) genutzt.  

 

In der Heraldik/Ikonographie ist der Delfin ein Symbol/Sinnbild für:

  • Hilfs- und Einsatzbereitschaft z. B. einer Geschlechterfolge. Er kann somit ein Hinweis auf Pflegeberufe sein.
  • Rettung, Sicherheit, Geborgenheit z. B. vor einem Übel, das der Familie drohte. Der Delfin gilt als „Retter für Schiffbrüchige“ und steht außerdem in der christlichen Symbolik für Christus, den „Seelenretter“.
  • Das Weibliche schlechthin:

Das griech. Wort Delphis für Delphin ist verwandt mit Delphys, was „Schoß“, „Mutterleib“ und „Gebärmutter“ bedeutet.

  • Freundschaft (die Erzählungen von der Freundschaft eines Knaben mit einem Delfin sind legendär).
  • Schnelligkeit (und dazu im Gegensatz: „Delphin mit Anker“ = Langsamkeit)

 

          Quelle: Wikipedia Wal

 

 

Erzählung der wahren Geschichte und Foto hier eingefügt am 26.12.2023,

© Annette Andersen