24.11.2010

 

Das "Fabelwesen mit Horn" - das Einhorn

Hier eingefügt am 15.01.2024

 

 

Unzählige Geschichten, Legenden, Märchen etc. ranken sich um "den Mythos Einhorn".

Einerseits sind viele Menschen davon überzeugt, dass es Einhörner auf jeden Fall einmal gab (ja, sogar noch gibt), andererseits belächeln viele den Glauben daran und halten ihn für Spinnerei, Träumerei, Fantasterei - oder schlichtweg kindischen Blödsinn...

Schon um etwa 500 v.Chr. wurden Einhörner thematisiert, und es gibt unzählige Zeichnungen, Bilder und Vorstellungen davon, wie das Fabelwesen ausgesehen haben könnte, wo/wie das Horn auf dem Kopf saß, ob es gerade oder wie eine Schnecke gewunden war, wie lang es war, welche Farbe es hatte und so weiter.

Auch über das Aussehen des Tieres ist man sich nicht einig, und so wird es manchmal als Ziege mit Horn dargestellt, manchmal als (einfach) gehörntes Pferd - oder als Fabelwesen irgendwo dazwischen.

 

Ein schöner Gedanke, dass dies "himmlische und lichtvolle Wesen" für das Gute steht, und so verwundert es nicht, das ihm magische Fähigkeiten und heilende Kräfte zugesprochen werden.

 

Das auf der Startseite und hier noch einmal eingefügte Mosaik, das in Ravenna/Italien vor rund 800 Jahren (1213) in einen Kirchenboden als Mosaik eingefügt wurde, zeigt ein Einhorn, dessen Oberkörper "blau umhüllt" ist.

Blau ist die "tiefste" Farbe im Licht, die von jeher von den Alten Hochkulturen als göttlich verehrte Farbe...

 

Bei einem meiner abendlichen Spaziergänge mit meinem Hund Jonas, am 24.11.2010 - wie immer war ich mit Fotoapparat unterwegs - entstand das nachfolgend eingefügte Foto. Ich knipste es in Rhüden, meinem Geburtsort - und (wie so oft) einer inneren Eingebung folgend.

Besser hätte ich das - für mich unsichtbare - riesige Wesen vor mir wohl nicht "im Bild festhalten" können. Ich entdeckte es erst auf dem Display meines Fotoapparates (direkt nach dem Fotografieren) und betrachtete es staunend später auf dem Bildschirm meines Computers. Viele Male...

Dabei fiel mir auf, dass es von drei Lichtquellen "durchleuchtet" wird:

Ganz rechts vom Mond (Vollmond war drei Tage vorher, am 21.November 2010), darüber von einer Lichtkugel (als "Orb" bezeichnet), links von der Straßenlaterne.

 

Zuerst glaubte ich, ein riesiges hundeähnliches Wesen zu erkennen (neben dem die Wohnhäuser rechts winzig erscheinen), aber ich geriet immer wieder ins Zweifeln, da sich "links auf dem Kopf" (so sehe ich es) schwach der Ansatz eines zweiten Ohres erkennen lässt, was bedeutet, dass das "Gebilde" links kein Ohr, sondern ein Horn ist. Bei genauerer Betrachtung scheint es sogar in sich gedreht zu sein.

Wahrhaftig - ein "Fabelwesen" (das viele Rätsel aufgibt) ...

 

Hinzu kommt, dass der Oberkörper dieses "himmlischen Wolkenwesens" blau umhüllt ist, was dem Mosaik in Ravenna gleichkommt. 

 

Eine "wunderbare" Begegnung für meinen kleinen Jonas und mich...

 

Oben: Foto ©Annette Andersen,  24.11.2010  (Orb = Lichtkugel)

 

Oben:

Bild links:    "Nach links schreitendes Einhorn", Marten Vos, 1531-1603

Bild Mitte:    Ein Ausschnitt aus dem Bild links, gespiegelt

Bild rechts:  Aussschnitt aus dem Gemälte "Heilige Justina",

                   Moretto da Brescia, 1530-1534