Ein Gedanke ist der Ursprung jeder sichtbaren Schöpfung heißt es – und es ist für mich immer wieder höchst spannend, ab und zu (in meiner eigenen Tiefe) zu hinterfragen, wie Gedanken entstehen; wie sie gewissermaßen „in Gang gesetzt“ werden und sich, scheinbar einem stets gleichen, vorgezeichneten Weg folgend, immer weiter ausweiten…
Ein Netzwerk entsteht. Gedankenketten, die „rundherum“ mit Themen in Kontakt kommen, die sich als „artverwandt“ („selbstähnlich“) entpuppen und den „Ursprungsgedanken“, wie in einer alles umhüllenden Blase, durch neues Wissen reifen und immer größer werden lassen. Jeder neue Gedanke – also jeder noch so kleine Kontakt und jede neue Information, die alle demselben Gesetz folgen, treibt die Reifung voran und führt zwangsläufig zur Ausweitung. Rundherum, in alle Richtungen, was den Gedanken nahelegt, dass sich um den „formlosen Ursprungsgedanken“ Energie- bzw. Informationskreise bilden, die sich immer weiter ausweiten.
Vor Jahren habe ich mich ausführlich mit Befruchtung und Geburt befasst – und erkenne deutliche Parallelen: Dieser (fraktale) Vorgang ist zweifellos mit Befruchtung, Entwicklung, Reifung, der Ausweitung der Gebärmutter und – wenn die Reifung vollendet ist – mit einer Geburt vergleichbar. So entsteht Neues.
So entsteht alles Neue…
Die aus dem Zentrum kommende Energie (hier der „Ursprungsgedanke“) ist also sehr energiereich und machtvoll und sendet ihre Informationen kreisförmig in alle Richtungen gleichzeitig aus, um sich auf diese Weise mit bzw. an neuen Informationen „zu nähren“, zu wachsen und dadurch immer kräftiger und stärker zu werden. Diese „Ursprungsenergie“, die also einem ganz bestimmten Ziel folgt, ist auf der Suche nach allem, was zum eigenen Wachstum beiträgt. Ausschließlich danach…
Geht man nun davon aus, dass ausnahmslos alles sich auf diese Weise (unsichtbar, im für das menschliche Auge nicht sichtbaren Lichtspektrum) ausweitet, ist überall – ausnahmslos überall – Information dabei, nach noch mehr Information zu suchen, um sich daran zu nähren. Die Nahrung ist somit „neues Wissen“ bzw. neue, das vorherige Wissen erweiternde Information, die zuvor noch nicht da war.
Höchst interessant in diesem Zusammenhang ist es, mal einen Blick darauf zu werfen, was die alten Hochkulturen, indigenen Völker oder auch Felsbilder und Petroglyphen, deren Alter oft nur geschätzt werden kann, dazu „sagen“ oder auf unterschiedliche Weise übermittelt bzw. hinterlassen haben.
Zuvor kommen mir jedoch andere Gedanken „in den Sinn“…
Gestern, in einer Fernsehserie (deren sich Jahr für Jahr verändernde psychologische Komponente mich interessiert) kam das Gespräch auf die „wahre Form der Erde“. Ein junge Frau vertrat die – scheinbar durchaus ernst gemeinte – Ansicht, dass die Erde eine Scheibe sei. Nun gut, jedem sein eigener Glaube…
Interessant war für mich die Reaktion darauf.
„Verhaltender Spott“ trifft es vielleicht – war man sich doch sicher, die richtige Antwort genau zu kennen. Nämlich: Die Erde ist rund. Ja, aus dem All betrachtet ist die Erde eine Kugel – sie ist rund bzw. scheint sogar „kugelrund“ zu sein. Daran besteht kein Zweifel. Allerding inzwischen auch nicht mehr daran, dass die „wahre Form der Erde“ dem nicht entspricht. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass die Erde eher die Gestalt „einer unregelmäßig geformten Kartoffel“ hat und einem Geoid entspricht.
So weit, so gut…
Das wirklich Interessante daran ist für mich, dass die Erde trotz ihrer unrunden Form dennoch kugelrund erscheint. Zwangläufig driften meine Gedanken (u.a.) in die Jahrtausende zurückliegende Vergangenheit, bzw. dass, was - passend zu diesem Kontext – überliefert ist und damit in Zusammenhang zu stehen scheint oder stehen könnte.
U.a. denke ich an Höhlenmalereien und Petroglyphen: an Kreise, die sich von innen nach außen ausweiten, solche mit einem Punkt im Zentrum und die Bedeutungen, die diesem „Symbol“ zugeschrieben wurden und werden. Bei oberflächlicher Betrachtung ist das ein vollkommen andere Thema und hat absolut gar nichts mit der Form der Erde zu tun, doch auch hier – wie überall – lohnt es, genauer hinzusehen bzw. die Dinge aus möglichst vielen Perspektiven zu betrachten und zu überdenken…
Kreise mit einem Punkt (Circumpunkt) oder auch einer kleinen Vertiefung im Zentrum (auch „Schälchen“ genannt) finden sich u.a. als Felszeichnungen und/oder Petroglyphen nahezu überall in der Welt und sind „uralt“ (tausende, in aller Regel nicht genau zu bestimmende Jahre alt). Die wahre Bedeutung ist nicht bekannt, dennoch sind diesem Symbol – auch noch in der heutigen Zeit - viele Bedeutungen zugeschrieben, die im Prinzip alle auf eine Sache hinweisen.
Bekannte Zuschreibungen dieses Symbols:
Gott bzw. das Göttliche,
Zentrum,
Ursprung,
die Sonne,
Gold und der „Stein der Weisen“ (in der Alchemie)
Erleuchtung,
Unsterblichkeit,
Anfang und Ende (ewiger Kreislauf)
das Universum,
Unendlichkeit,
ein Auge/Pupille,
eine einjährige Pflanze (in der Botanik),
Einheit…
Auf „den Punkt“ gebracht besagt dieses Symbol offenbar, dass es für den Beginn jeglicher Schöpfung steht, sich von hier ausweitet, sich mit anderen Energien/Informationen verknüpft, und dazu beiträgt, dass der ewige Kreislauf des Lebens in ständiger Bewegung bleibt. Es symbolisiert somit, dass jede Schöpfung danach strebt, ständig Wissen dazuzugewinnen, bis sein jeweiliges Schöpfungsziel erreicht ist. Nur, um dann wieder zu „vergehen“, um dann – befruchtet mit ganz neuen Impulsen (Energien, Informationen), also auch einem neuen Schöpfungsziel - wieder aufzuerstehen.
Der Punkt im Zentrum würde somit das „Schälchen“ („Körbchen“, „Nestchen“, den Ort der Geburt) symbolisieren, in dass alles hineingeboren wird, dies irgendwann verlässt, um am Ende wieder zurückzukehren – um zu vergehen und neu aufzuerstehen. Ganz so, wie der ägyptische Benu-Vogel es lehrt (den wir als Phönix kennen), der zyklisch verbrennt und aus der Asche immer wieder neu entsteht…
Doch es lässt sich noch weit mehr davon ableiten...