Die WAHRE NATUR
Symbole, Zeichen und Muster in der Tiefe des Lichts
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Deutscher Physiker, 1929-2014
Der bekannte und im Jahr 2014 verstorbene Physiker Hans-Peter Dürr
sagte Folgendes:
(...) " Unser Wissen ist heute in viele Einzeldisziplinen zerstückelt, die jeweils nur noch ein Fachmann übersehen und "verstehen" kann, wobei "verstehen" meist nicht viel mehr bedeutet, als dass er mit diesem Gebiet mehr oder weniger vertraut ist, dass er sich darin, wie etwa in seiner Wohnung, bewegen und zurechtfinden kann. (...)
(...) Das Wissen in seiner Gesamtheit, wie es durch die Wissenschaften vermittelt wird, ist deshalb für den einzelnen (in diesem Sinne) nicht mehr erfassbar und überschaubar. Wir fühlen uns trotz großer Anstrengung von den ständig wachsenden Anforderungen an unsere Auffassungsfähigkeit überfordert. Wir behelfen uns in dieser Notlage, indem wir aufgeben, alles geistig zu durchdringen und verstehen zu wollen, und bauen "schwarze Kästen" ein, die wir - ähnlich wie Autos, Fernseher, Waschmaschinen - einfach durch Knopfdruck und Hebel bedienen, ohne ihre Wirkungsweise zu verstehen. In dieser uns überfordernden Situation erscheint uns die Wirklichkeit auf die Existenz und Wirkung der vielen Werkzeuge und technischen Hilfsmittel reduziert, mit denen wir uns so reichlich umgeben haben. Unsere hochdifferenzierte und harmonisch natürliche Mitwelt wird usurpiert (Anm.: usurpieren - widerrechtlich die Macht an sich reißen) und dominiert durch eine von uns selbst geschaffene, bornierte, mechanistisch strukturierte und funktionierende Teilwelt. Diese Teilwelt verstellt uns den Blick auf die eigentliche Wirklichkeit und isoliert uns von ihr." (...)
Auszug aus Naturwissenschaft und Wirklichkeit.
Ein Beitrag naturwissenschaftlichen Denkens zu einem möglichen Gesamtverständnis unserer Wirklichkeit
(Quelle: Neues Bewusstsein - neues Leben, Bausteine für eine menschliche Welt, Heyne Sachbuch, 1988)
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Maurits Cornelis (M.C.) Escher
Niederländischer Graphiker, 1898-1972
Oben: M. C. Escher und zwei seiner "unmöglichen Figuren"
M. C. Escher wurde in erster Linie (in der Kunstwelt und der Mathematik) durch seine Darstellungen bekannt, die auf den ersten Blick gar nicht erkennen lassen, dass sie perspektivisch unmöglich sind und uns nur durch optische Täuschung natürlich erscheinen. Erst auf den zweiten Blick (der in der Unmöglichkeit der Darstellung nur schwer Halt findet) wird die Widersprüchlichkeit deutlich. Escher durchbricht mit seinen „unmöglichen Bildern“ (wie sie oft genannt werden) scheinbar die Dimensionen, indem er sie einfach miteinander verknüpft (bzw. miteinander „verschränkt“).
Seine Arbeiten sind „hochmathematisch“, Escher sagte hierzu jedoch, dass er von Mathematik eigentlich keine Ahnung hätte. Er besaß keinerlei mathematische Vorkenntnisse, was er selbst immer wieder betonte.
Er war höchst vielseitig und befasste sich mit vielen Themenbereichen, die nahezu alle darauf hinzielten, das Geheimnis des Lebens zu entschlüsseln. Dazu gehörten:
Metamorphosen, Ornamentale Kunst (z.B. maurische Majoliken, Mosaiken), Möbiusbänder (Unendlichkeit), Spiegelungen, optische Verzerrungen, Kristallformen („Heilige Geometrie“, Bausteine des Lebens), Fraktale und mehr.
Die Initialzündung, sich intensiv mit all dem zu befassen scheint die Tatsache zu sein, dass er – seinen eigenen Worten zufolge – Muster und Formen in der Natur erkannte.
Der Mathematiker Bruno Ernst, Autor des Buches „Der Zauberspiegel“, hat Escher ein Jahr lang regelmäßig besucht und viele Gespräche mit ihm geführt. Escher selbst lektorierte den Text des Buches, und so darf davon ausgegangen werden, dass es sich um eine authentische Informationsquelle handelt.
Zu Eschers letztem Bild „Schlangen“ schreibt Bruno Ernst u.a.:
„Und die peinliche genaue Aufmerksamkeit für das Detail war charakteristisch für den Künstler. Eschers Kunst ist eine lebenslange Verherrlichung von Wirklichkeit – der Wirklichkeit, die er als ein mathematisches Wunder eines großen Entwurfs wiedergab, den er intuitiv in den Mustern und Rhythmen der Formen der Natur erkannte – und in den ganz eigenen Möglichkeiten, die in der Struktur des Raums verborgen sind.“
An Geld hatte Escher wenig Interesse. Einen großen Teil seines Vermögens verwendete er, um anderen zu helfen. Escher, so heißt es weiter, hat nie aufgehört, sich über die unendliche Fähigkeit des Lebens, Schönheit zu erschaffen, zu wundern. „Er kann nicht eingeordnet werden, denn er verfolgte völlig andere Ziele als seine Zeitgenossen“, sagt Bruno Ernst.
Viele Bilder von Escher haben einen sofort erkennbaren selbstähnlichen – also fraktalen – Charakter. Seine Bilder befassen sich mit der Unendlichkeit der Schöpfung und dem Funktionsprinzip des Lebens. Er ging dem Leben im wahrsten Sinn des Wortes auf den Grund und erkannte, dass „Verschränkungen der Dimensionen (Ebenen)“ in jedem Schöpfungsvorgang vollkommen natürlich sind…
Die in die nachfolgende Präsentation eingefügten Bilder zeigen originale Strukturen in der Natur, die deutlich erkennen lassen, dass die "Ebenen des Lichts" (auch Dimensionen genannt) miteinander verschränkt sind und sich dadurch "gemeinsam" ausweiten. Sie sind ausnahmslos "fraktal"...
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Benoît B. Mandelbrot (1924-2010)
Französich-US-amerikanischer Mathematiker
Er prägte1975 den Begriff "Fraktal" (fraktal) und hat "fraktale Bilder",
die u.a. schnell in der Kunstwelt Einzug hielten, bekannt gemacht.
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M. C. Escher (1898-1972) und Benoît B. Mandelbrot (1924-2010)
Ich möchte diese beiden „nach Wahrheit suchenden" Männer, M. C. Escher und Benoît B. Mandelbrot, zusammen nennen, denn ich halte sie für zwei der wichtigsten – wenn nicht sogar die wichtigsten - Forscher und Entdecker der jüngeren Zeit. Ob sie sich kannten, ist nicht belegt, aber sie waren fast 50 Jahre lang Zeitgenossen, und ihre Lebensläufe legen die Vermutung nahe, dass sie sich irgendwann begegnet sein könnten. Auf jeden Fall hatten ihre Arbeiten sehr viel miteinander zu tun, und es gibt erstaunliche, eindeutige Parallelen und Überschneidungen. Beide sind „der Wahrheit“, die Leben und Schöpfung durchdringt, sehr nah gekommen, denn beide haben, auf ganz unterschiedliche Weise, einige zuvor verborgene Geheimnisse des Lichts entdeckt und – jeder auf seine Weise – sichtbar gemacht.
Bis zum Tod Eschers (1972) haben sich beide jahrelang u.a. mit der gleichen Thematik befasst, nämlich mit Fraktalen – wenngleich der Begriff „fraktal“ erst 1975 offiziell (von B. Mandelbrot) geprägt wurde. Escher erschuf u.a. zeichnerisch Fraktale (die teilweise als „unmögliche Bilder“ bezeichnet werden und bekannt wurden) und wies in vielen seiner Bilder auf eine wichtige Eigenschaft der Fraktale hin, die Mandelbrot so nicht erkannte (der Computer war noch "Neuland"):
Fraktale bestehen nicht nur aus selbstähnlichen Teilen, sondern bringen auch „selbstähnliche“ neue Fraktale aus sich hervor. Sie verbinden bzw. verschränken sich, wachsen, gedeihen und weiten sich unaufhörlich aus, bis - oft unmerklich - der Verfall einsetzt (der nicht „Tod“ sondern Übergang bedeutet).
Besonders gut und für jeden Beobachter ist das bei Blumen zu erkennen:
Zuerst entwickelt sich die Knospe, die dann nach und nach zur vollen Blüte heranreift. So, voll aufgeblüht, reif, schön und intakt ist sie nur relativ kurz zu bewundern, denn kaum erblüht, finden sich schon kleinere Stellen, die das Verblühen signalisieren, sich schnell vergrößern und im totalen Zerfall der Blume enden. Sie scheint zu sterben und am Ende „tot“ zu sein. Die Wahrheit ist jedoch eine andere:
Die Schlange, die den unendlichen Lebenszyklus symbolisiert, hat sich nur „in den Schwanz gebissen“, um den aktuellen Lebenszyklus zu vollenden und übergangslos das Neue – die Wiedergeburt - zu ermöglichen.
Diese Metapher macht klar:
Alles folgt diesem Rhythmus - denn ausnahmslos alles ist fraktal.
Die nachfolgend eingefügten Bilder zeigen gut erkennbare fraktale Strukturen in der Natur (wie sie - nie identisch - in allen Dingen zu finden sind). Zudem machen sie deutlich, was Escher schon erkannte:
Die Strukturen der unterschiedlichen Dimensionen (die ich bevorzugt Ebenen nenne) sind deutlich miteinander verschränkt und entwickeln sich durch ein "liebevolles Miteinander" weiter.